1953 in Berlin geboren, 
Studium der Malerei an der Escuela Des Bellas Artes in Granada
Studium Visuelle Kommunikation und Fotografie an der Universität
der Künste in Berlin
Er lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Také war lange ein international sehr erfolgreicher Fotodesigner, bevor er sich 2003 entschloss, Künstler, und nur noch Künstler, zu sein. Seitdem entsteht ein überaus reiches Werk auf der Basis von Digitalkamera und Videotechnik. Mit Hilfe von Computerpinsel- und Stift bringt (meist malerisch) erregte Bildwelten hervor. Das dokumentarische Fotomaterial wird in einen Strom bewegter Strukturen, mehrschichtiger Transparenzen und farbiger Lasuren gezogen.

Seine Motive findet Také oft auf Reisen, aber auch im näheren Umfeld und Wohnort Düsseldorf. Dessen Baustellen, U-Bahngruben und Pfützen, Schiffsverkehr, rheinische Aufmärsche und Polospieler, urbane Stillleben und Reifenspuren im Schnee hält er mit der Kamera fest. Die digitale Montage auf dem Bildschirm macht stürmische Katastrophen, kosmische Himmelsbahnen oder irdische Parforcejagden (aus Sattelzeug) und ähnlich weitläufige, glänzend komponierte Ereignisse daraus. Alle Details stammen von Nahaufnahmen, doch das Bild insgesamt atmet Umraum, Weite, Dynamik.

Das gilt für den mondänen Zyklus „EiColor (2008) ebenso wie für das (noch nicht abgeschlossene) Hauptwerk „Nowhere“ (2008 ff.): bisher über 20 Fotosequenzen, jeweils aus zehn mal einem Quadratmeter großen Tafel-Bildern. Jede Sequenz führt ein Thema vor und verschmilzt präzisen Lebensreichtum mit durchdringender Freiheit der Abstraktion zu vielfältigen Visionen der Welt. Referenzwerk ist Hokusais berühmte Holzschnittfolge der „36 Ansichten des Fujiyama“. Auch in Takés vollendetem Zyklus wird der heilige Berg 36 mal die Szene überragen – ein Garant der Ewigkeit in der fließenden Welt.

Zur Zeit befasst der deutsch-japanische Künstler sich auch mit zwei umfangreichen Beiträgen zur rapide Schwung nehmenden Projektions-Biennale „lichtsicht“ in Bad Rothenfelde. Der jüngste davon verdichtet auf der 400 m langen, 12 m hohen Gradierwand eine Folge über die Finanzkrise: von enthemmten Gelddruckmaschinen bis zur Geldvernichtung als hochriskantem Mikadospiel.
Motive liefern die Banknoten selbst: in Kupfer gestochene Porträtköpfe von Washington bis Ghandi, Stadtsilhouetten, Gebirgszüge, Falkenflug und stampfenden Nashornherden, dazu Feuerbrände und der Kampf mit den instabilen Stäbchen. Eine digitale Collage, die Nähe und Ferne in neue Maßstäbe und Dimensionen steigert!